Junioren für Senioren

Das Sozialprojekt am DHG Meersburg

Infos:

  • Für wen: Schüler ab Klasse 10
  • Wann: ca. 1 – 1,5 h
  • Zeitraum: Okt./Nov. bis Juni
    (außerhalb der Ferienzeit)
  • Ansprechpartner
    am DHG: Frau Fuß
    im Dr. Zimmermann Stift:
    Herr Engler, Frau Hölle

Projektidee und -ziele

In den letzten Jahren liest man immer öfters von Mehrgenerationenhäusern – also einem Zuhause in dem mehrere Generationen unter einem Dach wohnen. Noch vor wenigen Jahrzehnten war diese Art des Zusammenwohnens für die Mehrzahl der Familien eine Selbstverständlichkeit und die Ein- bis Zweigenerationenhaushalte eher die Ausnahme.
Was hat sich geändert?
Durch veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen wie z.B. der geforderten Mobilität im beruflichen Bereich ist es oft nicht möglich, dass Jung und Alt zusammen wohnen können. Die Folge ist, dass diese beiden Gruppen immer weniger in Kontakt miteinander sind, ein Austausch entsprechend kaum möglich ist. Damit geht für beide Gruppen etwas sehr Wertvolles verloren: der gemeinsame Erfahrungsaustausch, das Lernen voneinander, der Einblick in das Leben einer anderen Generation.
Aus diesem Grund war es das erklärte Ziel, diesem gesellschaftlichen Wandel ein Stück weit entgegenzuwirken, den Kontakt und damit den Austausch zwischen Alt und Jung zu ermöglichen.

 

Das Sozialprojekt „Junioren für Senioren“ am DHG

Seit 2006 erklären sich jährlich ca. 15 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Droste-Hülshoff-Gymnasiums bereit, sich für andere Menschen einzusetzen, sich für einen sozialen Zweck zu engagieren und einen Teil ihrer Freizeit mit alten Menschen des Zimmermann Stifts, dem Altenheim der Stadt Meersburg, zu verbringen.

Die Grundidee bei der Durchführung des Projekts war vor Corona-Zeiten noch wie folgt:
Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler besuchen in einem Zeitraum von Oktober/November bis Juni wöchentlich einen, „ihren“ Bewohner des Stifts für ca. 1 bis 1,5 Stunden, verbringen gemeinsame Zeit mit Spaziergängen, Gesprächen, Musizieren und Spielen.

Die Vorbereitung auf diese Tätigkeit erfolgt über einen gemeinsamen Einführungskurs an einem Nachmittag im Zimmermann Stift. Die Schülerinnen und Schüler erhalten alle wesentlichen Informationen zum Umgang mit den älteren Personen wie z. B. Handhabung eines Rollstuhls. Durch Abfrage ihrer Interessen wird anschließend eine passende Person im Stift vermittelt. Nach gemeinsamen Monaten der Besuche schließt ein gemeinsamer Abschluss im Zimmermann Stift das jährliche Projekt ab, bei dem den Schülerinnen und Schülern in einem feierlichen Rahmen sowohl von Seiten des Stifts, der Schule als auch der Stadt gedankt wird.

Bei diesem Anlass erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihre ehrenamtliche Tätigkeit ein Zertifikat für ihren Qualipass. Mit diesem Zertifikat können sie nachweisen, dass sie auch Engagement im außerschulischen Bereich zeigen, dass sie über den schulischen Bereich hinaus aktiv sind, was sich wiederum bei der Bewerbung für Stipendien, Praktika etc. auszahlt.

Seit 2020 wird das Projekt nun in etwas modifizierter Form umgesetzt: aufgrund von Corona waren bzw. sind persönliche Kontakte zwischen „Alt und Jung“ nur noch eingeschränkt möglich. Doch gerade in dieser schwierigen Zeit sind Kontakte jeglicher Form umso wichtiger! Und so werden Kontakte neben direkten persönlichen Begegnungen – soweit möglich – durch Austausch von Briefen, Mails oder auch kleinen selbst gebastelten Geschenken gepflegt.
Getreu dem Motto: „Gemeinsam durch die Krise!“

Im Regelfall ist die Teilnehmerzahl auf ca. 15 Schülerinnen und Schüler begrenzt. Dies hat zwei Gründe: Zum einen ist durch diese Vorgehensweise eine bessere Auswahl zwischen den jungen und älteren Menschen möglich. Zum anderen kann damit auch eine bessere Betreuung der Teilnehmer von Seiten der Schule und des Stifts gewährleistet werden. Seitens der Schule ist Frau Dr. Fuß Ansprechpartnerin, Organisatorin und Zuständige des Projekts und für das Dr. Zimmermann Stift ist Herr Engler, Leiter des Stifts, der Hauptansprechpartner.

Da nun in dieser Corona-gebeutelten Zeit persönliche Kontakte eher seltener sind und der Austausch anderweitig erfolgen kann bzw. muss, ist es nun auch mehreren Schülerinnen und Schülern möglich sein, sich in irgendeiner Form bei diesem Projekt sozial zu engagieren.

Bisher finden sich jedes Jahr begeisterte Schülerinnen und Schüler auf schulischer Seite, aber auch Seniorinnen und Senioren auf Stift-Seite, die sich an diesem besonderen Projekt erfreuen. Damit hat das Projekt inzwischen einen festen Platz im Schulleben des DHG und so freuen wir uns jetzt schon auf viele engagierte junge Menschen in diesem Jahr und auch in den nächsten Jahren.