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Beschwingtes Innehalten

Das DHG-Schulorchester unter Leitung von Matthias Klemm entführte das Publikum mit ihrem Programm musikalisch in die Romantik und zeigte wieder einmal ein musikalisches Miteinander – einen Orchester-Klangkörper, der eine Klangvielfalt von der Harfe bis hin zum Triangel bot und das Publikum mit seinen Interpretationen begeisterte.

Warme, sanfte Klänge – tänzerische Rhythmen des „Slawischen Tanzes „ von Antonín Dvorák verführten zum Schwingen; und wie das Publikum erfuhr, war Dvorák zum Zeitpunkt dieser Komposition noch nicht berühmt und machte sich die Ungarischen Tänze seines bereits berühmten Kollegen Johannes Brahms zum Vorbild – mit Erfolg, wie wir heute wissen.

Das darauf folgende virtuose Flötenkonzert von Cécil Chainade wurde von Bruno Schreiber als Solist vorgetragen – eine Virtuosität, die von Chaminade mehr als nur musikalisch gewollt war – so die Legende. Das Publikum wurde auch hier in den (legendenhaften) Entstehungsprozess des Stückes mitgenommen und erfuhr, dass dieses Stück dem Exmann, einem Flötisten gewidmet war, der hier offensichtlich an seine Grenzen kommen sollte. Für Bruno Schreiber galt dies keineswegs, mit großer Souveränität meisterte er ein atemberaubendes Solo und die virtuosen Passagen – im Einklang mit dem Orchester ein Ohrenschmaus – ebenso wie das Harfen-Solo von Emilia Leitgib!

Die herrlichen Klänge der Nussknacker-Suite beendeten das Konzert – ein Konzert, das zum Innehalten, zum Lauschen, zum Schwingen einlud – ein Orchester, das zeigte, wie harmonisch und ruhig so viele Menschen und Instrumente zu einem großen Ganzen verschmelzen - herzlichen Dank für dieses wunderschöne Konzert!